Kein Blocker. Ein Konto.

Doomscrolling wird nicht verboten. Es wird bepreist.

Blocker verlieren, weil sie eine Ja/Nein-Entscheidung erzwingen — und die umgeht man in zehn Sekunden. Attention Budget behandelt Aufmerksamkeit stattdessen als knappe Ressource mit Preis: Der Tag startet mit einem Budget in Minuten, jede Kategorie hat einen Tarif, und konzentrierte Arbeit zahlt Budget zurück.

Die Entscheidung bleibt bei Ihnen — sie hat nur sichtbare Kosten.

30–180Minuten Tagesbudget, frei wählbar
2,0× · 0,75×Kurzvideo kostet mehr als eine Serie
0,25×Fokusminuten fließen als Gutschrift zurück
1 Tagmaximale Überziehung — Schulden sollen nicht eskalieren

Tarife

Nicht jede Minute kostet gleich viel.

Eine Stoppuhr behandelt zehn Minuten Kurzvideo wie zehn Minuten Dokumentation. Der Kopf tut das nicht. Deshalb hat jede Kategorie einen Faktor — und zehn reale Minuten kosten je nach Kategorie unterschiedlich viel Budget.

2,0×Shorts & Reels

Zehn Minuten Kurzvideo kosten 20 Budgetminuten. Das ist der teuerste Tarif, weil das Format am schnellsten am meisten nimmt.

1,5×Social

Feed, Kommentare, Nachrichten. Teurer als passives Zusehen, günstiger als der Endlos-Feed.

0,75×Streaming

Zehn Minuten Serie kosten 7,5 Budgetminuten. Bewusst gewählte, längere Inhalte werden nicht bestraft.

Tarife, Namen, Emoji und Farben sind vollständig editierbar. Wenn Ihr Feierabendfilm für Sie keine 0,75 wert ist, ändern Sie den Faktor — das Modell soll Ihr Verhalten abbilden, nicht ein fremdes.

Buchen

Zwei Wege, je nachdem ob Sie vorher oder nachher daran denken.

Meter: Kategorie antippen, der Zähler läuft mit. „Stoppen & abbuchen“ schreibt die Buchung. Ein Zähler, der über Mitternacht läuft, wird dem richtigen Tag zugeordnet — nicht dem, an dem er gestoppt wurde.

Nachtragen: Dauer eingeben oder Schnellwahl über 5, 10, 15, 30, 45 und 60 Minuten. Der ehrliche Nachtrag ist mehr wert als eine Lücke im Konto.

Das Konto zeigt vier Zahlen

Verbleibend, ausgegeben, verdient und die tatsächliche Bildschirmzeit. Die letzte ist der Realitätsabgleich: Sie zeigt, ob das Budget zum echten Tag passt oder ob systematisch zu wenig gebucht wird.

Überziehung ist erlaubt — für genau einen Tag

Wer heute über das Budget geht, kann die Differenz optional als Schuld auf morgen anrechnen lassen. Mehr als ein Tag wird nicht übertragen: Eine Schuldenspirale demotiviert und wird ohnehin ignoriert.

Vorsatz

Die Frage, die vor dem Zähler steht.

Bevor der Meter läuft, fragt die App zwei Dinge: wofür — und wie lange. Zur Auswahl stehen Langeweile, echte Pause, etwas Bestimmtes suchen, Aufschieben und Reflex. Nichts davon wird bewertet, nichts wird blockiert.

Der Punkt ist der Satz selbst. „Reflex, dreißig Minuten“ ist eine Aussage, die man sich sagen hört — und die im Kontoauszug stehen bleibt, wenn der Tag vorbei ist.

Der Plan läuft mit

Die geplante Dauer steht neben dem Zähler. Wird sie überschritten, erscheint „5 min über Plan“ — als Feststellung, nicht als Sperre. Die Sitzung läuft weiter, solange Sie sie laufen lassen.

Abschaltbar

Wem die Frage nach dem dritten Mal auf die Nerven geht, schaltet sie in den Einstellungen ab. Eine Reibung, die man nicht mehr wahrnimmt, hat ohnehin aufgehört zu wirken.

Deep Work

Konzentration ist die einzige Einnahmequelle.

Ein Session-Timer über 15 bis 90 Minuten hält den Bildschirm an und schreibt danach eine Gutschrift: Fokusminuten × Verdienstfaktor, standardmäßig 0,25×. Eine Stunde konzentrierte Arbeit bringt also 15 Budgetminuten zurück.

Mit Deckel

Die Gutschrift ist pro Tag begrenzt. Ohne diesen Deckel ließe sich das Budget wegfarmen — und die Zahl auf dem Konto würde aufhören, etwas zu bedeuten.

Kein Zwang

Deep Work ist ein Angebot, keine Auflage. Wer an einem Tag nichts verdient, hat einfach das Grundbudget — nicht ein schlechtes Gewissen mehr.

Eine Abendbilanz

Genau eine tägliche Erinnerung: der Blick aufs Konto am Abend. Keine Warnungen zwischendurch, keine Interventionen, kein Nachfassen.

Verlauf

Vierzehn Tage, eine Linie.

Die Budgetlinie macht sichtbar, was ein einzelner Tag nie zeigt: ob die Ausschläge kleiner werden. Jeder Balken lässt sich antippen und öffnet den Tag im Detail.

Dazu die Serie „Tage im Budget“, die durchschnittlichen Ausgaben, die durchschnittliche Bildschirmzeit, Deep Work insgesamt und die Verteilung nach Kategorie.

Letzte 14 TageBudget 90 min
06.08.9 Tage im Budget19.08.

Der Wochenrückblick

Sieben Tage gegen die sieben davor, als Prozentwert — dazu der leichteste und der schwerste Tag mit Datum. Ein einzelner schlechter Mittwoch sagt nichts; zwei Wochen nebeneinander sagen alles.

Ein Budget, das zu Ihnen passt

Nach sieben getrackten Tagen schlägt die App ein realistischeres Budget vor: den Median Ihrer echten Tage, eine Stufe darunter. Der Median und nicht der Durchschnitt — ein einzelner Vier-Stunden-Sonntag soll das Ziel nicht anheben.

Einmal weggewischt bleibt weg

Der Vorschlag erscheint einmal. Wer ihn ablehnt, sieht ihn nicht wieder — und wer ihn annimmt, ändert damit ab morgen früh das Konto.

Technik

Offline, ohne Konto, ohne Tracking.

Eine App, die Ihre Bildschirmzeit misst, hat die schlechtesten denkbaren Voraussetzungen, um Daten irgendwohin zu senden. Attention Budget tut es deshalb gar nicht: Alles liegt lokal, es gibt kein Backend, keine Konten und keine Analyse.

Vollständig lokal

Persistenz über AsyncStorage auf dem Gerät. Kein Server, der ausfallen, gehackt oder verkauft werden kann.

Zweisprachig

Deutsch und Englisch stehen im Datenmodell nebeneinander — Umschalten geht sofort, auch für die selbst angelegten Kategorien.

Export als einzige Sicherung

Weil nichts auf einem Server liegt, gilt auch: Handy weg, Daten weg. Deshalb gibt es den vollständigen Export als JSON über das Teilen-Menü — in Ihre Cloud, Ihre Mail, Ihre Ablage. Keine unserer.

Aktueller Stand

Expo SDK 57, React Native 0.86, TypeScript im strict-Modus. Fachlogik — Budget, Statistik, Datumsschlüssel — liegt plattformfrei und ist eigenständig getestet.

Fragen

Häufig gefragt

Misst die App meine Bildschirmzeit automatisch?

Die Buchungen setzen Sie selbst — per Meter während der Nutzung oder als Nachtrag. Genau das ist der Punkt: Eine bewusste Buchung ist der Moment, in dem die Kosten sichtbar werden. Die reale Bildschirmzeit steht daneben als Abgleich.

Warum blockiert die App nichts?

Weil Blockaden umgangen werden. Eine Sperre erzeugt einen Zehn-Sekunden-Kampf, den die Gewohnheit meistens gewinnt. Ein Preis dagegen bleibt bestehen, auch wenn Sie sich dafür entscheiden — und macht die Entscheidung über Tage hinweg vergleichbar.

Was, wenn ich mein Budget dauernd überziehe?

Dann ist meist das Budget falsch gewählt, nicht der Nutzer schwach. Es lässt sich jeden Morgen neu setzen. Ein realistisches Budget, das öfter gehalten wird, verändert mehr als ein ehrgeiziges, das jeden Tag reißt.

Kann ich eigene Kategorien anlegen?

Ja — mit eigenem Namen, Emoji, Farbe und Tarif. Die mitgelieferten Kategorien sind ein Startpunkt, kein Rahmen.

Gibt es eine Synchronisierung zwischen Geräten?

Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung. Synchronisierung würde einen Server und ein Konto bedeuten — beides steht im Widerspruch dazu, dass diese Daten niemanden außer Ihnen etwas angehen.

Wie sichere ich meine Daten?

Über den Export in den Einstellungen: Der komplette Verlauf geht als JSON ins Teilen-Menü, von dort in Ihre Cloud, Ihre Mail oder Ihre Ablage. Ohne Backend ist das die einzige Sicherung — und die einzige, bei der niemand außer Ihnen die Datei sieht.

Wann kommt die App in den Store?

Die App läuft und ist im geschlossenen Test. Fragen Sie unten einen Testzugang an — wir melden uns, sobald TestFlight bzw. der Play-Store-Test offen ist.

Zugang

Eröffnen Sie Ihr erstes Tagesbudget.

Attention Budget ist lauffähig und im geschlossenen Test. Melden Sie sich für einen Testzugang — wir schreiben, sobald ein Platz frei ist.